DG Flugzeugbau GmbH / Passion, Power + Performance

Die Eröffnungsfeier unseres Neubaus

Was hat die Beschreibung eines betrieblich veranlassten Festes auf der Webseite zu suchen?

Das geht doch niemanden etwas an!

Oder doch vielleicht?

Ist es für die Qualität der Produkte vielleicht doch nicht gleichgültig, in welchem "Geist" ein Unternehmen geführt wird - wie versucht wird, ein bestimmtes Betriebsklima zu schaffen, in welchem die Arbeit auch Spaß macht?

Es war jedenfalls eine wunderschöne Party am 21.12.2000 in unseren neuen Hallen - Grundsteinlegung, Richtfest, Eröffnung und Weihnachtsfeier gleichzeitig und zu jedem dieser vier Anlässe kamen lediglich jeweils 40 Personen.  (zusammen also 160!)

Die Großformen-Hallen war durch unsere Truppe freiwilliger Helfer geschmückt worden auch mit einem Weihnachtsbaum, der in den nächsten Tagen auf dem Hof eingepflanzt werden wird. Es waren nicht nur unsere Mitarbeiter samt Ihrer Lebenspartner eingeladen worden sondern auch alle Handwerker und Lieferanten sowie Freunde des Hauses im weitestem Sinne. Dass drei Tage vor Weihnachten viele eine eigene Feier hatten oder noch schnell Einkäufe machen mussten, war vorhersehbar, doch war unser Bau eben vorher noch nicht fertig gewesen!

Besonders haben wir uns über die Anwesenheit des Oberbürgermeisters Bernhard Doll gefreut, der ja wahrhaftig seinen Teil zum Gelingen dieses Projektes beigetragen hatte sowie über Gisela und Wolfgang Weinreich, die bekannte Segelfliegerin und den noch bekannteren scheidenden DAeC- und zukünftigen FAI-Präsidenten. Außerdem kamen unsere Vertreter aus allen Teilen Europas.

Ein rotes Band wurde durchschnitten und der Bau eröffnet, wozu die Bauherrin ("Baufrau") einen großen Schlüssel erhielt, den sie nur etwas zögerlich an den Geschäftsführer des Unternehmens weiter gab.

Nach dem Essen habe ich dann erzählt, wie es zu dem Bau kam, welche Schwierigkeiten es zu überwinden galt, wie erst langsam und dann immer schneller das Projekt heranwuchs. Es war mir schon ein Anliegen, auch die Zusammenarbeit mit den Behörden noch einmal darzustellen, denn sie unterschied sich sehr wohltuend von meinen früheren in anderen Städten gemachten Erfahrungen.

Das hat den Oberbürgermeister natürlich gefreut, der anschließend ebenfalls sprach und dem Unternehmen und den Mitarbeitern Glück und Erfolg wünschte.

Ein Höhepunkt des Abends war sicherlich der Auftritt "unserer Baufrau", deren Rede ich bezüglich Inhalt und Dramaturgie vorher selbst nicht gekannt hatte. Sie wandte sich zuerst speziell an unsere Mitarbeiter, um Ihnen zu vermitteln, dass die Möglichkeiten der neuen Fabrik zwar wunderschön sind, aber nun auch notwendigerweise zum Erfolg führen müssen. Mit unserer motivierten Mannschaft werden wir das aber sicherlich schaffen, wenn wir noch das dazu haben, was jeder Mensch braucht: Eine kleine Portion Glück.

Und dann erzählte sie vom Streben der Menschen nach Glück seit alter Zeit und von den vielen Symbolen, die dieses Glück mit hervorbringen sollen. Sie zählen doch sicher auch die Kleeblätter! Und wer in früheren Jahrhunderten ein Schwein besaß, der hatte auch Glück, denn er konnte es in Notzeiten schlachten und brauchte nicht zu hungern.
Darauf spielte unsere Kapelle die Melodie der Schornsteinfeger aus "Mary Poppins" "Chim-Chimney, Chim-Chimney" und herein kamen unser Bezirks-Schornsteinfeger Herr Fitterer mit vier Kollegen in ihren besten Uniformen. Er erzählte uns, warum seine Zunft den Menschen Glück bringen soll und verteilte dann an 160 Gäste jeweils ein Hufeisen.

Die hatte ein Hufschmied bei ostwestfälischen Reitpferden gesammelt und meine Frau hatte sie einzeln mit der Drahtbürste geschrubbt und anschließend geölt, denn nur gebraucht aber sauber bringen sie Glück!

Zum späteren Abschied durfte sich jeder Gast ein Tütchen vom Weihnachtsbaum abnehmen "als Erinnerung an dieses Fest und an etwas, das es bald nicht mehr gibt!" Es handelte sich um eine 10,-- DM Gedenkmünze, in 160 Tüten am häuslichen Tisch verpackt.

Und von unseren Mitarbeitern bekamen wir u. a. zwei Disko-Roller geschenkt, die sich hervorragend dazu eignen "mal eben schnell" vom Büro in die Endmontage zu kommen. Das sind mehr als 100 Meter!

Viele der Gäste meinten, eine so schöne und niveauvolle Feier hätten sie noch nie erlebt und das freut die Veranstalter!

 

 


Mein eigenes Hufeisen werde ich in unserem neuen Eingangsbereich anbringen und falls Sie jemals zu Besuch kommen, werden sie es dort hängen sehen. Vielleicht bringt es uns ein wenig Glück,

  • dass wir vor schweren Arbeits- und Flugunfällen verschont bleiben!
  • dass unsere Lieferanten die Qualität ihrer Produktion weiter verbessern!
  • dass unsere Produkte bei unseren Kunden weiterhin so beliebt bleiben!

Dann werden wir irgendwann die neue Fabrik sogar bezahlt haben - aber das ist eine Aufgabe für die nächsten Jahrzehnte.

- friedel weber - 23.12.2000 -

Hier die Geschichte, wie eine Segelflugzeugfabrik entsteht

 

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